Dax heute und aktualisiert: Indexentwicklung und aktualisierte Kurse

Düsseldorf Mit einem Kurssprung hat der deutsche Leitindex die Marke von 14.500 Punkten überschritten und steigt am Nachmittag um 0,7 Prozent auf 14.521 Punkte. Die Herbstrallye geht weiter. Seit Ende September hat der Dax um 2.700 Punkte zugelegt, ein Plus von mehr als 22 Prozent. Das neue historische Hoch liegt bei 14.570 Punkten.

Das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank, das am Mittwoch nach Handelsschluss in Deutschland veröffentlicht wurde, erfüllte die hohen Erwartungen der Börsenbetreiber. Alles deutet auf ein langsameres Tempo der Zinssätze ab der nächsten Sitzung im Dezember hin, wobei die Zinserhöhungen zumindest in den USA in sechs Monaten enden. Gute Nachrichten für Aktien- und Anleihenmärkte.

Die Handelsumsätze der 40 Dax-Unternehmen waren in den ersten drei Handelstagen dieser Woche unterdurchschnittlich. Rund 50 Millionen Stück wechseln täglich den Besitzer, 60-70 Millionen Papiere im Wert sind üblich. Am US-amerikanischen Thanksgiving-Feiertag wird das sicher nichts ändern, denn die Börsen auf der anderen Seite des Atlantiks bleiben geschlossen.

Entsprechend der geringen Fluktuation waren auch die Schwankungen im Wochenverlauf bisher sehr gering. Die Handelsspanne betrug diese Woche nur 1 Prozent. Er beendete das Rennen mit 14.485 Punkten an der Spitze und 14.321 Punkten am Ende.

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Doch für Börsenexperte Thomas Altmann vom Investmenthaus QC Partners „zeigt die Vergangenheit, dass die Schwankungen gerade an umsatzschwachen Tagen zunehmen können.“ Er sagte dies vor Beginn der Verhandlungen. Denn dann reichen schon wenige Käufe oder Verkäufe, um den Markt nachhaltig zu bewegen. Die letzten drei Handelstage waren die „Ruhe vor dem Sturm“.

Für den technischen Analysten Jörg Scherer von HSBC Deutschland war eine „stabile Seitwärtsposition oft der ideale Nährboden für den nächsten Trendimpuls“. Schreiben Sie es, bevor Sie mit dem Handel beginnen.

Auf der anderen Seite könnte dies signalisiert werden, wenn das Tagestief vom Dienstag von 14.344 Punkten durchbrochen wird. Ein Abrutschen unter das Tief vom 17. November bei 14.150 Punkten dürfte sogar zu einer deutlichen Verlängerung der aktuellen Atempause führen. Im Norden definiert das Hoch von Anfang Juni bei 14.709 Punkten den nächsten Widerstand.

Die meisten Fachleute sind Pessimisten

Es wurde erwartet, dass der Dax für die laufende Woche aus dieser einprozentigen Handelsspanne ausbrechen würde. Denn die Auswertung der aktuellen Umfrage der Frankfurter Wertpapierbörse unter Privatanlegern skizziert mittelfristig zwei Szenarien für die kommenden Börsentage. Beide bieten eine gute Unterstützung für den ersten deutschen Index. Denn trotz des geringen Verhandlungsspielraums der vergangenen Tage hat die große Mehrheit der Pessimisten unter den Anlageprofis, die auf fallende Kurse setzen, nicht reduziert.

Nur wenige neutrale Anleger haben in den letzten Tagen trotz des leichten Rücksetzers gekauft. Es gibt einige Anzeichen dafür, dass sich unter diesen Anlegern eine gewisse Befürchtung ausbreitet, dass ihre eigene Performance bei einer möglichen Jahresendrallye hinterherhinkt.

Zwei mögliche Dax-Szenarien

Im ersten Szenario des Verhaltensökonomen Joachim Goldberg, der die Umfrage auswertet, dürften bei fallenden Kursen mehr Pessimisten ihre Short-Positionen im Bereich zwischen 13.900 und 13.950 Punkten schließen.

Im Vergleich zur Vorwoche hat sich diese Marke um 200 Punkte erhöht und ist ein Indiz dafür, dass immer mehr Leerverkäufer den Gedanken aufgeben, weiterhin hohe Gewinne mit ihren verkauften Produkten zu erzielen.

Der Verkauf von Sale-Produkten ist eine Säule für den Markt. Denn Leerverkäufer leihen sich zunächst Aktien und verkaufen diese sofort in der Hoffnung, dass sie diese vor dem Rückzahlungstermin günstiger zurückkaufen können. Die Differenz zwischen Verkaufspreis und Rückkaufpreis ist der Gewinn, von dem diese Profis derzeit nur träumen können.

Im zweiten Szenario stehen diese Bären bei steigenden Preisen unter dem Druck, ihre Short-Positionen zu verkaufen, um zu verhindern, dass diese Verluste zunehmen. Dies soll nach Ansicht von Goldberg “letztlich für zumindest etwas Short-Druck mit adäquaten Kapitulationskäufen sorgen”. Als Short Squeeze bezeichnet man kräftige Kursanstiege, die meist nicht von entsprechenden positiven Nachrichten begleitet werden.

Schauen Sie sich die einzelnen Werte an

Encavis: Im Rahmen seiner Partnerschaft mit dem norwegischen Solarparkentwickler Solgrid übernimmt das Unternehmen einen weiteren Solarpark in Schweden. Die Aktie legte um 3,6 Prozent zu.

Bechtle: Der IT-Dienstleister baut mit der Übernahme des Systemhauses ACS sein Geschäft in Großbritannien aus. Zu den ACS-Kunden, mit denen Bechtle in der Vergangenheit zusammengearbeitet hat, zählen regionale Unternehmen, Konzerne und öffentliche Einrichtungen. ACS wurde 1995 gegründet und beschäftigt 93 Mitarbeiter in Northampton. Zum Kaufpreis machte Bechtle keine Angaben. Der Aktienkurs profitierte von den Käufen und stieg um 1,2 Prozent.

Remy Cointreau: Der französische Spirituosenkonzern entwickelte sich aufgrund der starken Nachfrage in China und den USA und strengeren Kostenkontrollen besser als erwartet. Der Vorstand erwartet jedoch, dass sich die hohe Nachfrage im Laufe des Jahres normalisiert. Die Aktien fielen um 0,4 %.

LEG Immobilien: Zeitungen legen um fast sieben Prozent zu. Analysten von Morgan Stanley stuften das Aktienrating von „Equal Weight“ auf „Overweight“ hoch.

Uniper: Mittlerweile sind die Aktien des fallenden Gasgiganten um mehr als 17 Prozent gefallen. Neben den bereits bekannten Rettungsplänen wird ein genehmigtes Kapital von bis zu 25.000 Millionen Euro durch die Ausgabe neuer Aktien geschaffen, die ausschließlich vom Bund gezeichnet werden.

Hier gelangen Sie zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier finden Sie die aktuellen Dax-Tops & Flops.

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